Die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen hat dazu geführt, dass Frückstück und sonstige Leistungen separat ausgewiesen werden. Geschäftsreisende müssen dadurch die meist hohen Frühstückspreise zum großen Teil aus eigener Tasche zahlen, da Firmen nur die Frühstückspauschale i.H.v. 4,80 € erstatten. Da dauert es natürlich nicht lange, bis Hotels neue Service-Angebote entwickeln, um das Problem zu lösen. Hier zwei Beispiele:
Als Erste hat die Accor-Gruppe eine Lösung angeboten. Seit Anfang Januar gibt es hier sogenannte “Business-Packages”, in denen Frühstück und WLAN-Zugang gebündelt sind. Dadurch ist der Frühstückspreis nicht mehr genau zu ermitteln – die Firma trägt die Kosten. Weiterer Effekt: die Pauschalen sind zumeist sogar günstiger als der WLAN-Zugang für 24h. Dadurch verkaufen die Hotels deutlich mehr WLAN-Tickets. Weitere Hotelketten haben die Idee kopiert, z.B. die MotelOne Group. Eine weitere Möglichkeit ist die Senkung des Frühstückspreises auf 4,80 € – also genau auf die Höhe der Frühstückspauschale. Dies wird in zahlreichen kleineren Hotels praktiziert.
Die Beispiele zeigen, dass man geänderte Rahmenbedingungen dazu nutzen kann, um sich durch Service-Leistungenvom Wettbewerb abzugrenzen. Fragen Sie sich doch auch einmal, welche Probleme Ihren Kunden z.B. durch gesetzliche Vorgaben entstehen und mit welchen Service-Angeboten Sie diese Probleme lösen können. Evtl. lassen sich ja so mehr Nebenleistungen verkaufen.
Ich wünsche Ihnen viele gute Service-Ideen.
Steffen Adler
