Artikel-Schlagworte: „Alleinstellungsmerkmal“

Terminservice für Gehörlose

Montag, 16. August 2010

Wenn man nicht gerade Privatpatient ist, bekommt man bei einigen Ärzten nur sehr schwer Termine. Oft bedeutet das, sich durch die Gelben Seiten zu wühlen und alle verfügbaren Praxen anzurufen. Bei dem einen gibt es erst wieder in 10 Wochen freie Termine, ein anderer hat seine Budgetgrenze erreicht und ein dritter nimmt erst gar keine neuen Patienten mehr an. Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie können die Suche noch nicht einmal telefonisch durchführen, weil Sie gehörlos sind. Zum Glück gibt es hier ein tolles Serviceangebot der Siemens Betriebskrankenkasse.

Die Siemens Betriebskrankenkasse nimmt Ihren Kunden die Terminvereinbarung mit Ärzten ab. Man übermittelt der SBK einige wichtige Daten und erhält dann innerhalb von zwei Tagen passende Terminvorschläge. Das Serviceangebot kann über eine kostenlose Rufnummer genutzt werden. Aber auch Gehörlose können diesen Service nutzen. Für sie gibt ein spezielles Faxformular.

Das Beispiel zeigt, wie man es seinen Kunden bequem macht, in dem man Ihnen alltägliche und zeitraubende Aufgaben abnimmt. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal wird das Angebot aber erst dadurch, dass es auch barrierefrei zu nutzen ist. Überlegen Sie auch einmal, wie Sie (potentiellen) Kunden helfen können, für die die Nutzung von  Telefon oder anderen Kommunikationswegen unmöglich ist?

Ich wünsche Ihnen viele gute Service-Ideen.

Steffen Adler

Literatur – rund um die Uhr

Montag, 2. August 2010

Was machen Sie, wenn Sie im Café die Leselust überkommt? Ins Internet gehen – mit modernen mobilen Begleitern ist das ja heute kein Problem mehr. Oder hätten Sie doch lieber ein richtiges Buch in der Hand? Schade nur, dass die nächste Buchhandlung einfach ein Stückchen zu weit weg ist – oder schon geschlossen hat. Für Leseratten in Hamburg gibt es jetzt eine Lösung – Bücher aus dem Automaten.

Der Hamburger Automaterverlag vertreibt Bücher über ausgemusterte Zigarettenautomaten. Man wirft 4€ ein und erhält sofort das Buch seiner Wahl. “Automaten stehen da, wo Leute stehen, wo die Zeit gerade lang ist oder die Kauflust am größten.” Im Programm sind z.B. ein Kochbuch für Kinder oder ein Stadtführer Hamburg – für erwachsene, berufstätige Frauen. Die Bücher stammen von Autoren, die in Hamburg leben und arbeiten. Geplant ist, 5 neue Titel pro Halbjahr ins Programm aufzunehmen.

Das Beispiel zeigt, wie man die eigenen Produkte von der Masse abhebt, indem man den Kunden den Kauf erleichtert. Die gleichen Bücher bekämen in einer Buchhandlung sicher weniger Aufmerksamkeit. Überlegen Sie doch auch einmal, wie Sie Ihren Kunden jederzeit Zugriff auf Ihr Angebot ermöglichen können und wie sie es den Kunden dabei so einfach wie möglich machen.

Ich wünsche Ihnen viele gute Service-Ideen.

Steffen Adler

gefunden bei Wired via NOTCOT.ORG.

Tierfreundliche Küche

Montag, 26. Juli 2010

In vielen Familien gibt es nicht nur menschliche, sondern auch tierische Mitglieder. Selten ist jedoch die Wohnung an die Gewohnheiten der Tiere angepasst. Das führt dazu, dass Herrchen und Frauchen mit einigen “Nebenwirkungen” zu kämpfen haben, also z.B. mit Gerüchen, der Fütterung im Urlaub, herumstehenden Futternäpfen und verschütteten Wasserbehältern. Das muss aber nicht sein – es gibt ja die tierfreundliche Küche.

Die Firma Olina hat in ihre tierfreundliche Küche “sieben tierisch gute Ideen” eingebaut. Es gibt z.B. einen integrierten Futter- und Wasserplatz, der sich per Zeitschaltuhr öffnen lässt. So bekommen die Vierbeiner auch Futter, wenn Frauchen mal nicht da ist. Außerdem gibt es in einer solchen Küche einen unsichtbaren Fressnapf im Sockel, einen Sauerstoff-Ionisator zur Luftreinigung und einen luftdichten Abfallbehälter. Olina unterstützt die Tierfreunde darüber hinaus mit passenden Services.

Das Beispiel wurde in Zusammenarbeit mit Peter Sawtschenko entwickelt und zeigt, wie man durch eine Verknüpfung spezieller Produkteigenschaften und Serviceangebote Alltags-Probleme einer Zielgruppe lösen kann. Überlegen Sie doch auch einmal, welche zusätzlichen Merkmale Sie in Ihr Angebot einbauen können, um die Nutzungsdauer Ihres Angebotes zu verlängern (Fütterung im Urlaub) oder störende Nebeneffekte zu vermeiden (Geruchsbelästigung)?

Ich wünsche Ihnen viele gute (Produkt-) und Serviceideen.

Steffen Adler

Das männerfeindlichste Taxi Deutschlands

Montag, 12. Juli 2010

Frauen sind selten begeistert, wenn Sie allein bei fremden Männern mitfahren sollen. Das Problem – häufig gibt es keine Alternative. Denn Taxifahrer und Chauffeure sind selten Frauen. Der Service-Gau ist perfekt, wenn der Fahrer das Problem mit der Laufmasche in der Strumpfhose einfach nicht verstehen will. Für Frauen in Köln gibt es zum Glück eine Lösung für dieses Problem.

Beim Mietwagenservice Anne Weiß aus Köln lautete das Motto nämlich “Frauen fahren Frauen”. Die Fahrzeuge werden ausschließlich von Frauen gefahren. Darüber hinaus werden nur Frauen und Kinder befördert. Um das Angebot abzurunden gibt es zahlreiche Frauen-Services, z.B. den “Frauen-Notfall-Koffer” in jedem Auto, der von der Ersatz-Strumpfhose bis zum Lippenstift alles bereithält, um typische Alltagsprobleme zu beseitigen.

Das Beispiel zeigt, wie man durch spezielle Serviceangebote eine exklusive Zielgruppe erschließt und sein Unternehmen einzigartig positioniert. Überlegen Sie auch einmal, welche Probleme Ihre Kunden haben, während Sie Ihr Angebot wahrnehmen. Entwickeln Sie daraus Service-Angebot für eine klar eingegrenzte Zielgruppe – damit grenzen Sie sich deutlich von Wettbewerbern ab.

Ich wünsche Ihnen viele gute Service-Ideen.

Steffen Adler

Quelle: Service Cases Vol.1 (http://www.dieserviceforscher.de/)

Mit Service zum besten kleinen Supermarkt

Montag, 28. Juni 2010

Kleine Lebensmittelmärkte können preislich häufig nicht mit den großen Supermärkten konkurrieren. Innovative Serviceangebote können ein Mittel sein, um sich trotzdem am Markt zu behaupten. Genauso macht es auch der GreenHills Lebensmittelmarkt in Syracuse (NY, USA).

Der GreenHills Markt macht seinen Kunden ein individuelles Serviceangebot – den SmartShop. Hier kann sich der Kunde registrieren und z.B. seine Einkaufsliste oder seine Bankverbindung hinterlegen. Im Shop kann man sich dann einen Einkaufszettel ausdrucken, wenn man den mal wieder vergessen hat. Oder man bezahlt einfach per Fingerabdruck – schnell, einfach und ohne lange Warteschlangen. Neben den üblichen Bonuspunkten bekommt der Kunde aber auch für Ihn maßgeschneiderte Rabatt-Coupons, die genau zu seiner Einkaufsliste passen.

Der SmartShop ist für GreenHills ein voller Erfolg und brachte nebenbei die Auszeichnung “Best Little Grocery Store in America” ein.

Das Beispiel zeigt, wie man Kunden durch spezielle Service-Angebote gewinnt und zu Stammkunden macht. Fragen Sie sich doch auch einmal, welche “Einkaufshelfer” Sie Ihren Kunden anbieten können oder wie Sie lange Warteschlangen vermeiden.

Ich wünsche Ihnen viele gute Service-Ideen.

Steffen Adler